Botox ist eine medizinisch-ästhetische Behandlung, die Muskeln vorübergehend entspannt und zur Reduktion von Mimikfalten eingesetzt wird. Es ist kein chirurgischer Eingriff; seine Wirkung ist vorübergehend und muss in bestimmten Abständen wiederholt werden. Ziel ist nicht, den Ausdruck auszulöschen, sondern die Linien für ein erholteres Aussehen zu glätten.
Wofür wird Botox eingesetzt?
Am häufigsten wird es bei dynamischen (mimischen) Falten im Gesicht eingesetzt: Stirnfalten, die senkrechten Linien zwischen den Augenbrauen und die Krähenfüße an den Augenwinkeln sind die bekanntesten Bereiche. Indem es die übermäßige Kontraktion der Muskeln in diesen Bereichen verringert, verlangsamt Botox das Vertiefen der Linien. Neben der ästhetischen Anwendung kann es nach ärztlicher Beurteilung auch bei einigen medizinischen Zuständen (etwa starkem Schwitzen oder Zähneknirschen) eingesetzt werden.
Wie wird es angewendet?
Die Anwendung erfolgt, indem mit einer sehr feinen Nadel kleine Dosen in die Zielmuskeln injiziert werden. Der Eingriff ist meist kurz, und bei den meisten Menschen lässt sich das Unbehagen minimieren; oft sind keine besondere Vorbereitung und keine Vollnarkose nötig. Dosis und Injektionspunkte werden nach dem Mimikmuster und den Erwartungen der Person bestimmt.
Wann setzt die Wirkung ein und wie lange hält sie an?
Die Wirkung setzt nicht sofort ein, sondern meist innerhalb weniger Tage und stabilisiert sich vollständig in etwa 1–2 Wochen. Die Dauer ist zwar individuell, beträgt aber im Durchschnitt einige Monate; lässt die Wirkung mit der Zeit nach, muss die Anwendung zum Erhalt des Ergebnisses wiederholt werden. Das liegt daran, dass Botox naturgemäß vorübergehend ist.
Sieht es natürlich aus?
Bei einer gut geplanten Anwendung in angemessener Dosis ist das Ziel kein eingefrorenes Gesicht, sondern ein natürliches Aussehen; die Mimik bleibt weitgehend erhalten und nur die übermäßige Linienbildung wird geglättet. Ein eingefrorener Ausdruck hängt meist mit einer hohen Dosis oder schlechter Planung zusammen. Daher ist es wichtig, dass die Anwendung von einem in diesem Bereich erfahrenen Arzt durchgeführt wird.
Wer sollte vorsichtig sein?
Botox kann während Schwangerschaft und Stillzeit, bei einigen neuromuskulären Erkrankungen oder bei einer aktiven Infektion an der Anwendungsstelle nicht empfohlen werden. Daher sollte die Krankengeschichte vor der Anwendung beurteilt und der Eingriff von einem Arzt durchgeführt werden. Eine realistische Erwartung ist ein wichtiger Teil der Zufriedenheit.
Worauf ist danach zu achten?
Nach der Anwendung können kurzzeitig leichte Rötungen oder kleine blaue Flecken auftreten, die meist schnell vergehen. Die meisten Menschen kehren noch am selben Tag in den Alltag zurück. In den ersten Stunden helfen es, die behandelte Stelle nicht zu reiben und die vom Arzt empfohlenen einfachen Maßnahmen zu befolgen, der Erholung.
Häufige Fragen
Ist Botox dauerhaft?
Nein. Seine Wirkung ist vorübergehend und hält im Durchschnitt einige Monate an; zum Erhalt des Ergebnisses muss es in bestimmten Abständen wiederholt werden.
Wird mein Gesicht eingefroren aussehen?
Nein, wenn es in der richtigen Dosis erfolgt. Ziel ist es, die Linien zu glätten und dabei die Mimik zu erhalten; ein eingefrorenes Aussehen hängt meist mit einer hohen Dosis oder schlechter Planung zusammen.
Ist Botox schmerzhaft?
Es wird mit sehr feinen Nadeln durchgeführt, und für die meisten Menschen ist das Unbehagen gering; der Eingriff ist meist kurz.
Wie oft muss es wiederholt werden?
Da die Wirkung im Durchschnitt einige Monate anhält, wird es bei denjenigen, die das Ergebnis erhalten möchten, in bestimmten Abständen erneut angewendet. Die genaue Häufigkeit ist individuell.
Wird es schlimmer, wenn ich Botox absetze?
Nein. Wenn die Wirkung nachlässt, kehren die Muskeln in ihren früheren Zustand zurück; die Haut geht in ihren Zustand vor dem Botox zurück, nicht in einen schlechteren.
Über die Autorin
Op. Dr. Yasemin Aydınlı ist Absolventin der englischsprachigen Medizinischen Fakultät der Hacettepe-Universität und absolvierte ihre Facharztausbildung an der Universität Ankara. Sie ist Mitglied von TPRECD und ISAPS und arbeitet in Istanbul in der ästhetischen und rekonstruktiven Chirurgie.
Dieser Inhalt dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Jeder Mensch ist anders; Eignung und Ablauf können nur durch eine persönliche Untersuchung und Beratung bestimmt werden.